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Wie Kinder selbstständig spielen lernen

Blog-Eintrag   •   Nov 06, 2019 10:15 CET

Einfach mal machen lassen: Schon Babys können sich alleine beschäftigen

Schon Babys können sich alleine beschäftigen. Es tut ihnen gut. Mit einigen Tipps gelingt das selbstständige Spiel von Anfang an.

Es sind kostbare Momente, wenn das Kind sich ganz alleine beschäftigt. Die Eltern haben Zeit, in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken, die Mails zu lesen oder kurz die Spülmaschine auszuräumen. Viele Mütter und Väter haben dann schnell ein schlechtes Gewissen, weil sie sich nicht um den Nachwuchs kümmern. Dabei sind solche Situationen nicht nur ein Gewinn für die Eltern, sondern ebenso für das Kind.

Es entwickelt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, wird selbstbewusst und kreativ. Das ist später in der Schule und im Erwachsenenleben sehr hilfreich. Wer nie gelernt hat, sich selbst zu beschäftigen, wird sich schnell langweilen, immer der nächsten Erfahrung hinterherjagen und auf Bespaßung von außen angewiesen sein. Wie also lernt ein Kind alleine zu spielen? Eltern können diese Selbstständigkeit von Anfang an unterstützen. Hier sind die wichtigsten Tipps:

Einfach mal machen lassen

Die oberste Regel lautet: Wenn das Baby oder Kleinkind gerade in einer Beschäftigung versunken ist, soll es dabei nicht gestört werden. Und wenn das Spiel zum Erliegen kommt, genügen oft winzige Impulse, um es wieder neu zu entflammen. Übrigens: Wenn mal etwas nicht klappt und das Kind frustriert zu weinen anfängt, sollten Eltern nicht sofort herbeispringen. Das Kind soll zuerst versuchen, selbst eine Lösung zu finden.

In der Nähe sein, aber nicht mitspielen

Wenn das Kind die Eltern nicht gehen lassen möchte, können sie anfangs parallel neben ihm spielen. Sobald es in sein Spiel eingetaucht ist, können sie sich einer anderen Tätigkeit zuwenden. Es hilft aber, in Sichtweite zu bleiben.

Eine anregende Umgebung schaffen

Wichtig ist eine reizvolle Umgebung, die dem Kind Anregungen bietet. Das heißt nicht, dass das Zimmer mit Spielsachen überladen werden soll. Im Gegenteil. Oft sind Kinder davon überfordert und langweilen sich schneller, weil sie nirgendwo einen tieferen Zugang finden. Wenige, ausgewählte Spielsachen sind völlig ausreichend.

Das richtige Spielzeug für jedes Alter

Ein Baby kann zum Beispiel auf einer Aktivdecke liegen und darauf selbstständig die lustigen Knisterbäume und Spiegel erkunden. Praktisch für Babys ist auch spezielles Lernspielzeug, das mit verschiedenen Funktionen immer wieder neu überrascht. Babys können sich damit eine ganze Weile lang beschäftigen. Generell gilt: Unter einem Jahr spielen Kinder gerne mit Rasseln, verschiedenen Greiflingen, Beißringen oder einem Spielbogen.

Ab einem Jahr werden süße Kuscheltiere und Puppen interessanter, aber auch Bauklötze und vor allem Haushaltsgegenstände. Die stehen sowieso immer zur Verfügung und das Kind findet sie schon deshalb spannend, weil es Mama und Papa damit im Alltag sieht. Es ist faszinierend, wie sich ein Kleinkind zwanzig Minuten lang mit einem Holzlöffel beschäftigen kann. Ab zwei Jahren tauchen die Kinder immer mehr in Rollenspiele ein. Jetzt können auch Handpuppen oder Fingerpuppen zum Einsatz kommen, mit denen sie eigene Geschichten spielen können. Ein richtiges Kasperle-Theater wird aber erst ab drei Jahren möglich sein.

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